Was ist eigentlich das „Metaverse“?

Bei allen Diskussionen um die nächste Stufe einer digitalen Wirklichkeit – es gibt sie noch nicht und wir sind weit davon entfernt, dass sie Realität wird. Jedes Unternehmen, das Ihnen etwas anderes erzählt oder sich selbst als "metaverse ready" oder ähnliches anpreist, ist einfach nicht ehrlich.

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Was wir sehen können, jedenfalls aus der Perspektive von Mark Zuckerbergs Unternehmen Meta, ist der Rahmen für die nächste Phase einer digitalen Welt. Im Oktober letzten Jahres stellte Mark Zuckerberg sein Konzept auf der Connect-Konferenz vor.

Der Schwerpunkt liegt dabei in der Virtuellen Realität, eine 3D-Welt am Computer generiert wird. Die „Horizon“-Plattformen von Meta („Home“ und „Worlds“) sollen eine vollständig immersive digitale Verbindung ermöglichen, bei der die virtuelle Umgebung als real empfunden wird.

Meta entwickelt seine VR-Technologie schon seit geraumer Zeit und ist in diesem Bereich wohl branchenführend, und genau diese Arbeit nutzt Meta als Grundlage für die Entwicklung seines Metaversums. Das VR-Headset von Meta soll es Nutzern ermöglichen, sich auf eine neue Weise in einer virtuellen Umgebung zu verbinden. Außerdem soll es mit einer mobilen Version von „Horizon“ möglich sein, dass die 3D-Avatare der Menschen auch auf Facebook, Instagram und im Messenger genutzt werden können.

Da Spiele auf Facebook sehr beliebt sind, arbeitet Meta bereits daran, sein Spielepotential zu erweitern und mehr Spieler anzulocken. Es ist zu erwarten, dass Meta „Horizon“ irgendwann auch auf Spielkonsolen ausweitet und den Nutzern so ermöglicht, über ihre Spielcontroller auf ihre Avatare zuzugreifen. Vor allem jüngere Nutzer, die daran gewöhnt sind, 3D-Charaktere in virtuellen Räumen zu steuern, werden sich angesprochen fühlen. Das Ziel ist aber, jeden unter 40 Jahren zu begeistern. Schließlich ist die Mehrheit der Spieler zwischen 18 und 34 Jahre alt.

Meta will VR aber nicht nur durch verbindende Anwendungen fördern, sondern geht mit seiner Vision über die virtuelle Realität hinaus. Alle Nutzer sollen über verschiedene Plattformen das Metaversum betreten können und bekommen eine visuelle Identität. Digitale Avatare übernehmen aus diesem Grund eine immer größere Rolle. Sie bieten Nutzern die Möglichkeit, sich zu identifizieren und den anderen Nutzern zu zeigen, in welchem Level sie sich befinden. Als Beispiele dienen heutzutage bereits die Spiele Fortnite und Roblox, in denen sich Nutzer durch seltene Avatare oder bestimmte Gegenstände als gute bzw. erfahrene Spieler identifizieren.  

Screenshot by socialmediatoday.com

Meta nimmt also die nächste Phase einer digitalen Welt in die Hand und besitzt in zunehmendem Maße alle Zugangspunkte. Und je mehr zusätzliche Zugangspunkte es schafft, desto relevanter wird Meta. Andere Unternehmen werden Metas Erfahrungen brauchen, und eine Zusammenarbeit kann kaum vermieden werden, falls sie mit ihren Anwendungen einen möglichst großen Nutzerkreis erreichen wollen. 

Wer also über ein Metaversum spricht, spricht automatisch von Meta. Wir erleben gerade, wie diese Vision von Meta gerade Wirklichkeit wird.

Quelle: socialmediatoday

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